Krumm und schief

Heute war ich mit dem Krachelinchen beim Osteopathen. Ich hatte bei der U3 schon um ein Rezept gebeten, weil ich prophylaktisch mit ihr dahin wollte, da sie ja ein Kaiserschnittkind ist. Durch das Mini-Göörl wußte ich ja, das diese Kinder eher mal zu Blockaden neigen.

Also machte ich Ende Juli einen Termin aus. Den bekam ich auch: Für den 20.11., da mußte ich erstmal schlucken. Auch wenn es jetzt kein akutes Problem gab, kam mir der Zeitraum enorm lang vor (heute erzählte die Mitarbeiterin dort, das sie aktuell bei Terminen im Februar sind).

Das Krachelinchen überstreckte sich von Anfang an, ist auch sehr zappelig und hatte beim stillen insofern Probleme, das sie manchmal ewig brauchte um „anzudocken“. Weil sie eben mit dem Kopf rumeierte.

Ansonsten zeigte sie aber keine weiteren Auffälligkeiten. Weder Koliken oder übermäßiges Schreien belastete die Kleine – oder uns. Das anfängliche Gebrüll beim Wickeln in den ersten vier Wochen ist jetzt einem Gniggern und Grinsen gewichen (Mobiles sind der Hit). Und Bauchweh-Tage kann ich an einer Hand abzählen.

Am Freitag ging ich dann zur Kinderärztin, weil das Krachelinchen Schnupfen hatte. Einfach nur zur Kontrolle, unteranderem auch wegen der Ohren, da das Mini-Göörl da immer so Probleme hatte. Und da mir aufgefallen war, das sie den Kopf nur noch nach links drehte (war schon immer ihre bevorzugte Seite), sprach ich das auch an. Die Ärztin meinte dann: ja, sie hat schon eine beginnende Deformation am seitlichen Kopf und man sollte doch schneller zum Osteopathen. Und wenn ich keinen Erfolg hätte bezüglich eines früheren Termines, dann soll ich mich melden und sie würden sich kümmern.

Ich rief dann Freitag dort an und sagte der Dame, das es jetzt doch akut ist laut Kinderärztin und ich gerne nen früheren Termin hätte. Leider konnte sie mir keinen geben und sagte mir, das wir auf die Warteliste kommen. Ich bedankte mich und schaute parallel nach alternativen. Ich bekam im Bekanntenkreis einige Vorschläge und wollte die dann am Montag in Angriff nehmen.

Am Montag dann bekam ich plötzlich nen Anruf, man könne mir nen Termin für Mittwoch geben. Den nahm ich dann dankend an und jubelte im Anschluss. Das die Kleine nur noch nach links schaute und es ihr sichtlich Probleme bereitete nach rechts zu schauen beunruhigte mich doch sehr.

So machten wir uns also heute morgen auf den Weg. Ich war gespannt, wie das Krachelinchen sich macht, denn das Mini-Göörl schrie sich ja die Seele aus dem Leib. Der Osteopath ist aber ein sehr lustiger Mensch mit einer sehr lauten und dreckigen Lache und bemüht sich sehr um die Kinder.

Nach einer kleinen Begrüßung und Anamnese legte er auch los und stellte fest, das sie ne Blockade im Beinbereich hatte (er erzählte irgendetwas von Kreuzband, kann mir das nie merken). Sie kam mit ihren Füßen nur knapp bis zum Bauchnabel. Diese sollen aber doch schon bis zum Mund kommen. Nach einigen Handgriffen und mehreren Versuchen klappte das dann auch schon wunderbar. Das Krachelinchen fand das alles ganz spaßig und ließ es über sich ergehen. Auch Bauch und Rücken fand sie ganz entspannend. Nur einmal flackerte sowas wie Unmut auf, sie beruhigte sich aber fix.

Bei Nacken angekommen meinte er nur: Hier ist alles krumm und schief! Auch das fand sie kurz doof. Im nächsten Augenblick aber war sie tiefenentspannt und kurz dachte ich, sie schläft ein. Er fragte, ob sie von Anfang an den Kopf allein halten konnte, was meist auf eine Blockade hinweist. Auch, das sie in halbliegender Position in Papas Arm so lange rackert bis sie sitzt ist nicht normal und auf die Blockade zurückzuführen. Er hatte also einiges zu tun an diese Baustelle.Der erste Test war dann auch nicht so erfolgreich. Das lag aber wohl eher an der Person, die sie anschauen sollte 🙂 Beim zweiten Versuch sollte ich zum rechts schauen animieren und da klappte es wunderbar. Allerdings hatte sie noch keine richtige Rechtsrotation drauf, denn sie nahm beim drehen die linke Schulter mit. Das darf nicht sein.

Er sagte dann noch, wenn es innerhalb der nächsten Woche nicht besser ist, dann soll ich mich nochmal melden, dann krieg ich nen Notfalltermin. Das Schulterheben soll spätestens nach zwei Tagen weg sein.

Zuhause dann haben wir ein bisschen geübt und es klappte schon sehr gut. Das stillen ist gefühlt besser geworden (auch wenn es vorher nicht schlecht war) und sie dreht nun selber den Kopf auf beide Seiten (auch ohne Manipulation meinerseits).

Wir sollen nun ein bisschen aufs Köpfchen achten, weil der jetzt natürlich „schlackert“ und Unterstützung braucht. Ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil man durch das selbstständige halten von vorher ein bisschen verwöhnt ist.

Jetzt schauen wir mal, was die nächsten Tage so passiert und ob wir nochmal hin müssen.

In diesem Sinne mit einem feierlichen Queeeeeeeeen und zaghaft mit dem Händchen winkend.. Tschau Tschau

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