Tsüss Mama, bis später.. Neue Wege für das Mini-Göörl

Am 26.08. war es endlich soweit. Der erste Tag im Kindergarten. Ich glaube, ich war aufgeregter als das Mini-Göörl. Um 6:30 Uhr klingelte mein Wecker, denn es heißt ja jetzt mich, zwei Hunde und zwei Kinder fertigzumachen. Mehr schlecht als recht versuchte ich meine Augen zu öffnen, nach einmal „snoozen“ ist mir das dann auch gelungen.

Es ging dann alles recht fix und so fuhren wir um 7:45 Uhr zum Kindergarten.

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Das Kind in freudiger Erwartung, ich bepackt mit der Babyschale und ner großen blauen Ikea-Tüte mit dem ganzen Gedöns, das wir laut Liste mitbringen sollten. Dann standen wir da und wurden von den beiden Erzieherinnen begrüßt. Da sie den Kindergarten durch ihre Schnupperstunde schon kannte, wollte sie gleich loslegen. Also Hausschuh angezogen und das Kind von der Leine gelassen. Am selben Tag hatte auch ihre kleine Freundin aus dem Spielkreis ihren ersten Tag.

Nachdem alles organisatorische geklärt war und die diversen Fächer und Taschen mit Matschklamotten,Gummistiefeln, Sportsachen und Wechselkleidung befüllt waren, wollte ich mich von ihr verabschieden. Bei besagtem Schnuppertag hatte ich mit der Gruppenleiterin ausgemacht, das wir das einfach schon probieren mit dem alleinlassen und den ersten Tag dann von 8-12 Uhr machen. Sie war an dem Tag nämlich direkt mit den anderen losgezogen und hat den Queenbändiger links liegen lassen.

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Naja, als ich Tschüß sagen wollte, sagte sie: Mama, hierbleiben. Also blieb ich da, schaute ab und an zum Krachelinchen, die in der Babyschale im Vorraum stand und schlief (und ab und an verzückt von Erzieherinnen und ankommenden Eltern angeschaut wurde). Zwischenzeitlich packten wir dann das Frühstück aus. Im KiGa gibt es ein rollierendes Frühstück, d.h. die Kinder können in einem festgelegten Zeitfenster entscheiden, ob und wann sie essen möchten.

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Die erste Brotdose.. Oh, Mama.. Sterne

Nach ner halben Stunde fragte ich dann nochmal ob ich gehen könnte, sagte ihr auch, das ich mich noch ein bisschen um das Krachelinchen kümmern müsse und sie ja nachher wieder abholen würde. Ich bekam dann ein: Naa guuut und nen dicken Knutscher und durfte gehen.

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Zuhause habe ich mich dann mit dem #Krachelinchen wieder hingelegt und die Ruhe genossen.Um 11:45 Uhr habe ich das Mini-Göörl wieder abgeholt. Ihre Freundin war ganz entgeistert, als sie ihre Mutter sah und meinte: Jetzt schon??

Zuhause ist das Mini-Göörl schnell eingeschlafen. Das war auch eingeplant, denn ich hatte mir schon gedacht, das sie fertig ist. Sie war zwar auch im Spielkreis, aber trotzdem waren es ja viele neue Eindrücke.

Da unser Garten voller Kinder war – Nichte und Neffe hatten alle Kinder der Nachbarschaft bei uns versammelt – ging ich doch mit den beiden in den Garten. Ich wollte eigentlich den Tag ruhig verbringen, aber da das Mini-Göörl gut drauf war wagte ich es. Aber schnell merkte man, das es doch recht viel war. Da sie auch die Kleinste und Jüngste im Bunde war – die anderen Kinder waren zwischen 7 und 13 Jahre – und die Mädels sich darum rissen, sich um sie zu kümmern, kam das ein oder andere mal ein: Lass mich Ruhe!! Oder es wurde auch einfach nur gekreischt. Das kann sie gut. Naja, nach ner Stunde zog ich dann die Reißleine und sagte, das wir wieder hoch gehen. Ich bekam natürlich ein fürchterliches Geheule als Quittung und das Mini-Göörl büxte aus, so das ich sie wieder einfangen musste und hochschleppte. Mit dem Krachelinchen in der Trage ein etwas schwieriges Unterfangen, aber machbar.

Zurück in der Wohnung hab ich ihr dann eröffnet, das wir uns jetzt einen Film anschauen, was unverzüglich zu Ruhe führte. Also saßen wir gemeinsam auf dem Sofa und sahen uns „Wall.e“ an.

Später am Abend traf man sich bei uns im Keller zur Probe für eine Aufführung anläßlich eines 50ten Geburtstages und ich versprach dem Mini-Göörl nochmal runterzugehen, da sie ihren Papa kaum gesehen hatte. Die Kinder waren alle noch da und man merkte, dass ihr die Auszeit gut getan hat, denn sie war kaum mehr „zickig“. Das Einschlafen dauerte dann allerdings etwas länger, da sie ja einen Mittagsschlaf gemacht hat.

Am nächsten Tag wurde ich schon nicht mehr ganz so herzlich verabschiedet, die Knete war interessanter. Der Queenbändiger und ich hatten uns nach dem ersten Elternabend kurzfristig dazu entschieden, das sie doch 5 Stunden anstelle der erst geplanten 4 Stunden macht. Und da ihre Gruppe Kinder bis 16 Uhr betreut wird, war das auch unproblematisch. Da es wie gesagt gut lief und ich auch einen Impftermin für das Krachelinchen um 11 Uhr hatte, blieb sie also am zweiten Tag bereits bis 13 Uhr inklusive Mittagessen.

Auch der Freitag war relativ unspektakulär.

Dann fing die lange Woche an: Das erste Mal 5 Tage am Stück. Wie schon oben geschrieben, machte der erforderliche Mittagsschlaf das abendliche Einschlafen etwas problematisch. So kam es, das sie auch mal erst um 23 Uhr einschlief (ich weiß schon gar nicht mehr, welcher Tag das war). Auf jeden Fall meinte sie am nächsten Tag: Kann nich Kindergarten, bin viel müde 🙂 Um sie nicht allzusehr zu überfordern, haben wir die Tage am Nachmittag relativ ruhig angegangen, zumal sie immer wieder in Schreianfälle verfiel und manches Mal ungenießbar war.

Bereits am Mittwoch und Donnerstag kam sie mir dann beim abholen mit schwammigen Augen entgegen. Sie freute sich sichtlich, das ich wieder da war und sie mitnahm. Am Freitag dann trat das ein, was ich mir fast schon gedacht habe: Das große Mama-Vermissen stand an. Sie wurde mir weinend übergeben. Zuhause haben wir dann viel gekuschelt und ich sagte ihr, das jetzt erst mal zwei Tage Pause ist. „Urlaub?“ fragte sie.

Da am Samstag die Einschulung vom Lieblingscousin anstand (mit Gottesdienst um 8:30 Uhr) und das auch alles sehr aufregend war –  ich musste mit ihr die Kirche verlassen,weil sie nur noch am schreien war – haben wir am Sonntag einen richtigen Schlumpertag gemacht. Der tat uns allen gut und das Krachelinchen blieb auch den ganzen Tag im Schlafanzug.

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Einschulung vom Cousin

Die zweite komplette Woche lief dann schon viel ruhiger ab. Zwar ist sie immer noch fertig, wenn ich sie abhole und die Erzieherin meinte, man merkt auch, das sie noch „klein“ sprich eine der jüngeren ist, aber alles in allem würde ich sagen, sie ist angekommen. Der Wortschatz erweitert sich (nein, noch kein „böses“ Wort), sie erzählt von den anderen Kindern und singt unvermittelt Lieder. Sie sagt mir auch ständig: Mama, hab dich gemisst. Dafür habe ich ihr einen Schnuffelesel mitgegeben, der mit Mama-Küssen aufgeladen wurde, aber bisher nicht von ihr genutzt wurde.

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Das schöne Wetter nochmal genutzt und das Mini-Göörl nach Hunde-Runde zufuß abgeholt.

Sie will jetzt immer öfter aufs Töpfchen, hatte jetzt auch schon mehr windelfreie Zeiten zuhause und auch gestern im Kindergarten, obwohl die Erzieherin erstaunt war, als ich sie fragte, ob das Mini-Göörl das wollte.Irgendwie war es ihr entgangen, das sie keine trug (es war wohl die andere Erzieherin), denn es sagte mir auch keiner, ich merkte das nur beim hochheben, das soviel „Luft“ in der Hose war 🙂

Und die ersten Schrammen hat sie aus dem Kindergarten mitgebracht. Das kommt davon, wenn man den Jungs durch das Gebüsch nachsteigt 🙂 Ronja Räubertochter wäre stolz. Sie ist halt ne Piratenprinzessin (O-Ton Mini-Göörl vom Vortag)

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Alles in allem bin ich froh, das die Eingewöhnung so gut ablief. Durch das Krachelinchen hatte ich halt die Befürchtung, das sie vielleicht doch nicht so bereitwillig wie sonst geht. Heute morgen zum Beispiel bekam ich noch nicht einmal eine Verabschiedung.

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Ach ja. Da war ja noch die Sache mit dem ersten Gruppen-Elternabend. Neues Jahr, sprich neue Runde Eltervertretung. Der Queenbändiger flaxte noch rum, das ich bestimmt gewählt werde. Ich sagte noch sowas wie: Eher knutsche ich ein Yak. Eigentlich hab ich mit sowas so gaaar nichts am Hut. Dann war sie da, die Frage.. alle sahen betreten nach unten und keiner wollte. Die beiden Mütter, die den Posten vorher inne hatten, legten keinen Wert (aus zeitlichen Gründen) auf eine weitere Amtszeit. Und dann hörte ich wie aus dem Off meine Stimme: Mein Mann wird mich zwar auslachen, aber ja,ok, ich mach das. MÖÖÖÖÖP. Da bin ich nun: Elternvertreterin. Im Jubiläumsjahr des Kindergartens. MÖÖÖP. Gottseidank hat sich meine Freundin in der anderen Gruppe wiederwählen  lassen, so das ich eine kompetente Hilfe zur Seite habe (Und wehe du läßt mich hängen)

In diesem Sinne mit einem feierlichen Queeeeeeeeen und zaghaft mit dem Händchen winkend.. Tschau Tschau

P.S. Der Mann lacht übrigens immer noch. Laut. Sehr laut.

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Ein Kommentar

  1. Wiebke (Verflixter Alltag) · September 11, 2015

    „Piratenprinzessin“, cooles Wort. Trifft auf unsere auch zu 😉
    Sag mal, magst Du deinen Text in meiner Linkparty verlinken? >> http://verflixteralltag.blogspot.de/2015/09/linkparty-im-september-meine-gedanken.html
    Würd mich freuen. Einfach einen kurzen Kommentar und ich füg Dich ein!
    LG Wiebke

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