Wir haben da was Neues

Ich weiß, das ich etwas spät dran bin. Aber immer wenn ich mir vorgenommen habe, einen Post zu schreiben, dann war hier noch was zu machen und dort noch was zu räumen oder das Sofa war einfach zu gemütlich und dann auch schon wieder 23:30 Uhr.

Jetzt ist ein Monat vergangen. Schon ein Monat.. mit IHR: „GISELA“

Am 18.06. um 9:59 Uhr haben wir den ersten Schrei von der Kleinen vernommen. Es war ein geplanter Kaiserschnitt.

Morgens um 5 Uhr war zumindest meine Nacht zuende. Nochmal in Ruhe duschen, fertig machen – ja, auch inklusive nem Lidstrich, diesmal wollt ich nicht ganz so fertig auf den Bildern aussehen.

Dann wurden der Queenbändiger und das Mini-Göörl geweckt. Das Mini-Göörl wurde dann um 6:15 Uhr zum Opa „Kuchen“ gebracht. Vorher musste sie natürlich noch den letzten Aufkleber auf den Baby-Countdown kleben.

20150618_060250Letztes Selfie zu dritt

Der Mann und ich fuhren dann weiter ins Krankenhaus. Mit jedem Meter wurde ich aufgeregter. Im Regen liefen wir dann vom Parkplatz rüber und warteten darauf, dass die Anmeldung aufmachte.

Als das erledigt war, ging es zum Kreißsaal rüber, wo man uns begrüßte und erstmal ein CTG gemacht wurde. Beim Blutdruckmessen war man dann doch sehr erstaunt, das der so niedrig war und auch der Puls normal: Sie müßten doch ganz aufgeregt sein!! Danach wurde wieder ausgepuzzelt, wo man mich am besten für den Zugang prickt (die Braunüle legte die Hebamme, die mich damals schon beim Mini-Göörl betreute) – er saß dann auch direkt richtig. Ich bekam dann noch ein bisschen intravenös was zu „trinken“ und ne Ladung Antibiotikum und dann gings aufs Zimmer.

Um kurz nach 9 Uhr wurden wir dann abgeholt und in den großen OP gebracht. Der Mann musste noch warten und sich umziehen, ich wurde dann langsam vorbereitet. Die Spinale war etwas widerspenstig und ich wurde zweimal (oder dreimal, so genau hab ich das nicht mitbekommen) geprickt.

Dann wurde ich doch etwas aufgeregt. Der Queenbändiger kam dazu und auch ihm sah man die Aufregung an. Ich mußte diesmal etwas mehr „leiden“, denn es wurde etwas mehr an mir herumgezehrt als beim der Großen. Der ganze Vorgang war etwas „ruppiger“ – aber nicht schmerzhaft. Immer wenn ich dann leichte Unmutsgeräusche von mir gab (weil jemand halb auf mir lag mit dem Arm + Gewicht), war der Mann etwas nervös und fragte nach meinem Befinden.

Dann war er da: Der erste Schrei um 9:59 Uhr. Da der Tag für uns etwas schwierig war – eine Woche vorher war ein guter Freund mit seinem Sohn in unserer Straße tödlich verunglückt und die Beerdigung stand für diesen Tag an – mussten wir beide sehr schlucken und zumindest ich konnte mich im ersten Augenblick nicht richtig freuen. Der Gedanke, dass meine Freundin am Tag der Geburt meiner Tochter ihr Kind und ihren Mann beerdigen muss, lähmte mich ein klein wenig.

Das ließ dann aber nach, als man uns die Kleine wieder in den OP brachte. Ich glaub, ich hab die ganze Zeit gegrinst und hab sie gestreichelt. Zwar konnte ich sie nicht selber nehmen, aber im Gegensatz zum Mini-Göörl durfte sie recht lange bei uns bleiben und der Mann hielt sie die ganze Zeit. Er ging dann auch mit, als sie ins Wärmebettchen kam.

Als ich dann fertig war, ging es wieder in den Kreißsaal – und wieder in den von Hannover 96 gesponserten Kreißsaal.. in dem waren wir auch mit dem Mini-Göörl. DABEI SIND WIR DOCH FC BAYERN FANS!!!

Dort konnten das Baby und ich dann richtig kuscheln. Dabei kam dann die betreuende Hebamme und meinte: „Wir müßen ihnen was beichten, bei der OP wurde sie in den Kopf geschnitten“. Sie hatte einen kleinen Schnitt überm rechten Ohr, der mit Steri –Stripes geklebt wurde. Da ich bei der Voruntersuchung schon über diese Möglichkeit informiert wurde, war ich nicht allzu sehr geschockt, zumal mir das an diesem Tag als eine winzige Kleinigkeit vorkam. Die anderen, denen ich davon erzählte waren sehr geschockt und verwundert, dass ich damit so locker umgehe. Außer das sie im Krankenhaus die ganze Zeit eine Mütze tragen musste, weil sie immer zielsicher in das Pflaster griff, hat sie das kein bisschen eingeschränkt.

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Nach ich glaub einer Stunde kam dann die Hebamme wieder und es ging zum ersten Tüv. Da dachte ich während der Schwangerschaft immer, dass das Baby noch leichter wird als das Mini-Göörl. Hah – der Zwerg war mit 3050g und 51cm größer als das Mini-Göörl (2690g +50cm) und das obwohl sie sogar 2,5 Wochen eher kam als die Große.

Der Mann begleitete mich noch auf das Zimmer und fuhr dann nach Hause. Ich versuchte dann zu schlafen (wahnsinn, das ich mich jetzt schon nicht mehr erinnere, ob ich das auch getan habe)

20150620_194157Am Nachmittag kam der Mann dann mit der „Großen Schwester“. Sie hatte dementsprechend auch ein T-Shirt an, das ich schon vor längerem gekauft hatte. Eigentlich wollte ich die erste Begegnung filmen, aber das ging alles so schnell und war so aufregend, das ging irgendwie unter.

Mit großen Augen schaute sie sich dann ihre „Kleine Schwester“ an und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Auch wenn ich das jetzt nicht auf Video hab, daran werde ich mich immer erinnern.

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Als die Beiden dann wieder gegangen sind, nicht ohne die obligatorische Frage: Mama und Baby mitkommen? ging es dann an den nächsten entscheidenden Schritt: Das erste Mal aufstehen.

Es hat gedauert und brauchte viel Hilfe der Schwester (Flüche und dumme Sprüche meinerseits hat es wohl auch ausreichend gegeben), doch irgendwann stand ich.

Aufgrund der Nachwehen (meine Freundin(nen) sagten alle, die werden riiichtig schlimm) und auch OP bedingter „Luftzirkulationen“ hab ich mich vor Schmerzen gekrümmt und dachte das wird nie, nie, nie, nie wieder etwas. Selbst ein „Cocktail“ aus Qxycodon und Ibuprofen verpuffte wirkungslos.

Doch mit jedem Mal aufstehen wurde es besser und am Samstag bin ich wieder durch die Gegend geflitzt. Das war beim Mini-Göörl doch eine Nummer heftiger.

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Am Montag ging es dann nach Hause. Vorher war nochmal ein bisschen Gerödel angesagt, denn es stand das Fotoshooting an, meine Abschlußuntersuchung, das Baby sollte nochmal angeschaut werden und wir wollten unbedingt noch die Segnung für das Baby. Das haben wir damals beim Mini-Göörl auch machen lassen und ich fand den Gedanken einer kleinen „Starthilfe“ von oben schön.

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Zuhause

Tja, nun ist der Zwerg einen Monat bei uns. Der Queenbändiger hat morgen den ersten Tag nach der Elternzeit und ich bin somit das erste Mal eine laaaange Zeit mit den Beiden allein. Er war mir in der Zeit eine sehr große Hilfe. Im Haushalt, beim Kochen, Kinderbetreuung und überhaupt.

Bisher ist das Baby ähnlich entspannt wie das Mini-Göörl. Vom 26.-28.06. war hier in Hildesheim „Tag der Niedersachsen“ und nachdem ich mich gut fühlte, ging es am Samstag auf die Meile und am Sonntag zum Trachtenumzug – Musikkapellen lassen sie gnadenlos weiterschlafen.

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Zwei Wochen danach war dann die Pinkelparty, wo wir sie erstmal ordentlich gefeiert haben.

Und gestern dann die Hochzeit unserer Freunde, denn das Mini-Göörl war Blumenmädchen. Das konnte und wollte ich mir nicht entgehen lassen. Natürlich gab es Geschrei von der Kleinen, andererseits hat sie trotz der lauten Musik gut geschlafen.

Ich bin gespannt, wie sich der kleine Schreihals weiter entwickelt, ob sie auch so eine Krawallbürste wird wie das Mini-Göörl oder leisere Töne anschlägt.

Das Mini-Göörl ist immer noch verliebt in die kleine Schwester, zurückgeben dürfen wir sie nicht.

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Das Mini-Göörl muss jetzt nur noch lernen, das ein schlafendes Baby in Ruhe gelassen werden muss und das man seine Füße etwas mehr in Griff bekommt, denn die rudern im Bett oft unkontrolliert durch die Gegend.

Zum Ende muss ich noch eine kleine Änderung bekannt geben: Ich habe eine kleine Umfrage gestartet, ob der Projektname „Gisela“ bestehen bleiben soll. Irgendwie hat das Pseudonym ja was, aber manch einer fand das nicht passend für das kleine Zauberwesen. Also hab ich mich für den Namen „Krachelinchen“ entschieden. Er passt aufgrund ihres richtigen Namens und auch weil sie sich immer lauthals bemerkbar macht, wenn es nicht schnell genug geht.

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Und jetzt leg ich mich hin, denn ich bin todmüde. Die Einschlafschwierigkeiten haben sich in Aufwachschwierigkeiten umgewandelt.

In diesem Sinne mit einem feierlichen Queeeeeeeeen und zaghaft mit dem Händchen winkend.. Tschau Tschau

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2 Kommentare

  1. Vivi · Juli 20, 2015

    Awwww so so schön, ich bin ganz verzaubert von eurem kleinen Mädchen! Besonders die Bilder im Partnerlook mit der großen Schwester sind ja purer Zucker! Genieß die Zeit so gut es geht! Ich weiß, das sagen alle, aber jetzt rückblickend mit dem riesigen 7-Monats-Baby neben mir habe ich doch das Gefühl, dass diese magische erste Zeit viel zu schnell vergangen ist, wenn ich unsere Bilder von Anfang des Jahres ansehe. Alles Liebe euch ❤

    • nibe12 · Juli 20, 2015

      das geht mir ja jetzt schon so 😢 gestern die letzte 1ser Pampers verwendet.. schnief.. passen zwar noch, aber lohnt nicht mehr..wenn ich überlege, das schon ein Monat rum ist..

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