Leichte Schauer

So war es heute angesagt. Den Morgen habe ich mit haushalten verbracht, damit ich den Nachmittag in der Sonne mit dem Mini-Göörl verbringen kann. Als ich fertig war, hatte die Sonne auch Feierabend. Ab und an sah sie nochmal nach dem rechten, aber so wirklich kam sie nicht mehr in die Puschen.

Wir sind dann um 14 Uhr in der Stadt, weil heute die „Große Preisverleihung“ für den Fotowettbewerb von SpieleMax angesagt war. Da hat das Mini-Göörl nämlich den dritten Platz gemacht und immerhin einen 10 Euro Gutschein gewonnen. Da standen wir nun, aber irgendwas feierliches konnten wir nicht entdecken. Auf Nachfrage kam dann die Filialleiterin, entschuldigte sich, dass das alles anders geplant war und die anderen beiden Gewinner schon in der Woche da waren, um den Gewinn abzuholen.

Es wurde dann noch etwas geshoppt – beim Klamotten-Schweden, nur mal kurz gucken –  auch Deko für den 40.ten Geburtstag vom Queenbändiger wurde gesichtet, allerdings wurden wir da nicht fündig.

Beim Amtsgericht wurde auch noch kurz vorbeigeschaut, denn dort war sowas wie Tag der offenen Tür bzw. Verkehrstage; Polizei, Feuerwehr und etliche andere Hilfsdienste waren dort anwesend. Das Mini-Göörl war dann schwer begeistert von dem Rüstwagen, in dem sie dann auch mal probesitzen durfte.

Auf dem Weg nach Hause fing der Himmel an sich zuzuziehen und zu grummeln und zu rumpeln. Ein Gewitter näherte sich, der Wetterbericht sprach weiterhin von leichten Schauern. Es dauerte dann noch etwas, dann legte der „kleine Schauer“ los. Der Regen wurde mehr, mutierte zu Hagel, der meine kleinen, hilflosen Pflänzchen auf dem Balkon regelrecht schredderte. Der Hagel war bonbongroß und neben der Sorge um die Pflanzen wuchs dann auch die Sorge um unseren Leasingwagen, der „eigentlich“ unbeschadet wieder abgegeben werden muss. Gottseidank ist nichts passiert.

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Vorher

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Nachher, aber noch nicht voll entfaltet

Unsere Beeke hinter dem Haus ließ sich auch etwas Zeit, bis sie von einem Bächlein von vielleicht 40 cm Breite zu einem reißenden Flüßchen mit knapp 4-5m mutierte. Der Queenbändiger hatte ein wachsames Ohr auf seine Alarmempfänger der aber verdächtig ruhig blieb. Bei der Kontrolle im Haus ergab sich dann ein Leck an der Haustür, wo das Wasser reindrückte und der Hausflur daher erstmal trocken gelegt wurde. Der Garten selber stand teilweise auch einige Zentimeter unter Wasser.

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Derweil fragte ich bei meinen Eltern nach, da die am anderen Ende der Beeke wohnen. Zu dem Zeitpunkt waren sie aber noch bei meiner Schwester im Krankenhaus, fuhren dann aber schnell nach Hause.

Ich muss dazu bemerken, das wir für den Wasserstand einen Marker haben: Solange das Wasser vor der Haselnuß und dem Walnuß-Baum bleibt, ist im Dorf unten meist alles ok. Heute allerdings war es soviel Wasser, das es diese Grenze um einiges überschritt.

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Hier ist das Wasser schon wieder rückläufig

Wir wollten uns gerade aufmachen, um mal nach dem rechten da unten zu schauen, als dann doch der Alarmempfänger vom Queenbändiger losging –  reichlich spät, denn die Berufsfeuerwehr fuhr schon einige Male hin und her.

Habe dann kurz mit meiner Mutter telefoniert, die berichtete schon von dem wunderbaren Schauspiel der unbelehrbaren Autofahrer, die trotz sichtbaren Wasser auf der Straße meinen, sie müßten da jetzt durch. Das wollte ich nicht verpassen – habe ich nicht während meiner aktiven Zeit so einige Diskussionen mit solchen Idioten führen müssen. Also das Mini-Göörl wetterfest eingepackt, mich auch ein Stückchen wärmer eingemummelt und mit Dreirad zufuß losgeschoben. Auto hatte keinen Sinn, zwar komme ich von der anderen Seite da noch ran, aber da ich ja die Pappenheimer kenne, dachte ich mir, das ich da schlecht durchkomme.

Die Wassermenge war dann auch beeindruckend da unten, genauso wie die etlichen Versuche der Autofahrer, jetzt doch da hin zu kommen, wo sie nun eben mal hinwollten. Auch einige Fußgänger wollten es nicht wahrhaben, das sie gerade jetzt nicht trockenen Fußes in die Gaststätte kommen, da diese eben gerade mit dem Wasser zu kämpfen hat. Also sah man sich zweimal.

Das Mini-Göörl hatte dann auch viel Spaß mit dem vielen Tatütata und den Pfützen, denn endlich hatten sie mal Gummistiefel an und konnte unbeschadet in jedes Wasserloch treten. Außerdem wurden wir oft genug begrüßt, da wir ja 90% der Kameraden kennen. Leider waren es die verkehrten Ortsfeuerwehren, unsere hatte weiter hinten im Dorf zu tun.

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Das Wasser selber zog sich relativ schnell wieder zurück und hinterließ ziemlich viel Matsch. Derweil stellte mein Vater fest, das es doch bei Ihnen reingeregnet hat und war schon eifrig am wischen. Nach einem kurzen Aufenthalt bei Oma und Opa sind wir dann durch den Matsch gezogen auf der Suche nach dem Papa. Der war dann auch schnell gefunden.

Leider wollte das Mini-Göörl von ihrem Dreirad aus den Matsch begutachten und machte dann einen Sturzflug. Jetzt ziert eine kleine Beule ihren Kopp.

Ein gutes hatte der Tag: Das Mini-Göörl ist tatsächlich mal vor 23 Uhr eingeschlafen.

In diesem Sinne mit einem feierlichen Queeeeeeeeen und zaghaft mit dem Händchen winkend.. Tschau Tschau

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