Pinguin,Pelikan und Co.

Heute waren wir im Weltvogelpark Walsrode. Das waren wir auch schon vor genau einem Jahr. Das Mini-Göörl war damals 10 Monate und hat noch nicht soooviel davon mitbekommen. Also nicht in dem Umfang wie heute.

Ein weiterer Unterschied zum letzten Jahr ist das Wetter. 2013 fuhren wir auf gut Glück in strömendem Regen los. Im Zweifel hätten wir halt kehrt gemacht. Mit leichtem Nieselregen ging es los, dann war es trocken Dieses Jahr hatten wir Bombenwetter. 30°, aber trotzdem auszuhalten.

Trotz eines Mini-Staus sind wir pünktlich angekommen und konnten um 10:10 Uhr den Park betreten. Das Mini-Göörl und der Lieblingscousin (der wollte auch unbedingt wieder in den Vogelpark) stürmten direkt auf die ersten Volieren los und guckten um die Wette. Kraniche,Enten und Störche machten den Auftakt.

Bild

Wir schlenderten so vor uns hin, als ich mit einem Mal die Stimme von der Fütterung vernahm.Mit dem Mini-Göörl auf dem Arm und dem Lieblingscousin an der Hand stürmte ich dorthin. Der Queen-Bändiger kam mit dem Gepäck hinterher. Dort angekommen mussten wir uns erstmal einen Platz erkämpfen. Dann lockte der Tierpfleger drei der Pinguine auf die Mauer, damit diese quasi durchs Publikum laufen konnten. Ein Highlight für die Kids und natürlich auch für mich.

Bild

Dann forderte der Pfleger die Kinder auf, die Pinguine zu füttern. Wir also näher ran, der Lieblingscousin verdrückte sich, es war ihm nicht geheuer. Als das Mini-Göörl sah, wie die anderen Kinder den Pinguinen die Fische reichten, wollte sie natürlich auch einen. Der Pfleger nannte sie die „Kleine Rosane“. Gottseidank konnten wir die Fütterung auf Video-Kamera aufnehmen. Der Pfleger war dann auch ganz verschossen in das Mini-Göörl, fragte auch nach dem Namen und behielt ihn sich (wir sahen ihn noch öfter). Wir durften auch noch die Pinguine streicheln, die ungemein flauschig sind.

Wir schauten dann noch einem Storch zu, der die liegen gebliebenen Fische räuberte. An Pelikanen, Kormoranen und Enten ging es dann zu den Flamingos, die wunderbar farbig schillerten. Es gab dann auch eine Plattform, auf der das Mini-Göörl auch gut sehen konnte. Dort stand auch wieder der Pfleger, der das Mini-Göörl natürlich gleich wieder namentlich begrüßte und allen erzählte, was sie bei den Pinguinen gemacht hat. Bei den großen Pelikanen etwas weiter kam er dann nochmal an, drückte dem Mini-Göörl dann einen richtig großen Fisch in die Hand, die sie dann gemeinsam mit dem Papa ins Wasser beförderte. Der Queenbändiger war weniger begeistert, der Fisch stank bereits zum Himmel und war glibbschig.

Bild

Nach Begehung der Uhu-Burg (ein Neubau von 2006) machten wir eine Rast und hatten dann ein tolles Picknick.

Bild

Ein Wellensittich-Freiflugbereich war auch dort, aber die Wellensittiche waren nicht auf Kuschelkurs. Die Freiflughalle etwas weiter, war da schon etwas ergiebiger, zumindest war das Mini-Göörl und auch der Lieblingscousin begeistert, vor allem als wir dann an das „künstliche Meer“ kamen. Da wollte er schon die ganze Zeit hin.

Bild

Auch die großen Greifvögel waren wieder mal faszinierend, wenn man dem majestätischen Seeadler auf dem Ast sitzen sieht. Kondor und Harpyie sind ähnlich beeindruckend. Der Gaukler wurde vom Lieblingscousin als nicht echt betitelt, da er etwas eigentümlich mit seinen nach vorn geklappten Flügeln auf seinem Ast saß. Aber er bewegte sich auch. Leider, leider lag diesmal keine tote Ratte vor dem Gehege. Darauf hatte der Lieblingscousin gehofft. (wir gehen davon aus, das eines der Tiere das damals rausgeschleudert hat). Dafür kam dann aber gleich der Rothalskasuar (DER DINO-VOGEL, laut dem Lieblingscousin-ja, er sieht ein bisschen prähistorisch aus).

Das Kolibri-Haus war auch wieder toll, diese klitzekleinen Vögelchen, die da in der Luft schweben, von denen man noch nicht mal den Flügelschlag ansatzweise erkennen kann. Dort gibt es auch Kiwis, man „kann“ sie angeblich durch Gucklöcher sehen, aber da sie nachtaktiv sind war da nix zu machen, was schade ist, zumal man ja nicht weiß ob die da wirklich drin sind. Auch ein Ei eines Kolibris war ausgelegt, das ist gerade mal so groß wie ein aufgepustetes TicTac.

Im Tropenhaus war es dann nochmal einen tacken wärmer, daher war es erfrischend kühl als wir rauskamen.

Weil es so warm war, haben wir dann im Rosengarten eine weitere Pause bei Eis und kalten Getränken gemacht. Zum Leidwesen vom Lieblingscousin war der räuberische Pfau weit und breit nicht zu sehen – meine Schwester wollte dem armen Tier sittenwidrig ein kleines Stück Keks geben, der Pfau war nicht damit einverstanden und klaute ihr das größere Stück Keks aus der anderen Hand.

Nachdem die Spezi ausgeschlürft und das Eis inhaliert war, schauten wir uns das Lori-Atrium an. Das Mini-Göörl war letztes Jahr etwas traumatisiert, weil die Loris doch ganz schön krach machen. Diesmal fand sie das aber ganz toll. Auch das Papageien-Haus wurde gerne besichtigt. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch am Gehege der Keas vorbei, leider waren die aushäusig. Schade, ich hätte diese frechen Vögel gerne gesehen.

Die restlichen Gehege von verschiedenen Tucan- und Hornvogel-Arten wurden im Schnelldurchlauf absolviert. Denn wir wollten zum Toowoomba-Haus – auch Paradieshalle genannt. Wieder tropische Temperaturen und zum Abschluß ein Freiflugbereich der Gebirgsloris. Letztes Jahr waren wir da schon drin, mussten aber früh wieder raus, weil sie Feierabend gemacht haben. Die Loris sind handzahm und fliegen einen an (manchmal k….. sie einen auch an). Sie knabbern aber auch gerne, vornehmlich am Ohr oder zwischen den Fingern. Das kann schon ganz schön zwicken, aber ich war ja vorbereitet.

Das Mini-Göörl war auch erst ganz mutig und streckte den Arm aus, weil sie die Vögelchen anlocken wollte. Als es dann aber ernst wurde, hat sie doch gekniffen. Auch der Lieblingscousin traute sich nicht, setzte sich aber neben eine Futterstelle und ließ sich mit dem Lori fotografieren. Ich habe nun ein neues Profilbild für Twitter und co. 🙂

Bild

Als Abschluß der Besichtigung ging es dann auf den Spielplatz. Da wurden dann viele Kindheitserinnerungen wach. Wir waren ja früher einige Male mit meinen Großeltern in Walsrode. Das riesige Netz ist nachwievor da und ich frage mich heute, warum ich mich da früher nie ganz hoch getraut habe. Die Seilbahn sieht auch noch aus wie vor dreißig Jahren und auch die Rollenrutschen kamen mir wie ein Geistesblitz in die Erinnerungen geschossen.

Das Mini-Göörl fuhr eine Runde Kinderkarussell und dann tobte sie mit dem Lieblingscousin erst auf dem Hüpfkissen und später auf den Trampolinen. Es wurde gequiekt und gelacht.

Bild

Karussell

Ich schwelgte weiterhin in Erinnerungen, denn die Autoscooter waren auch noch da. Damals waren wir auch zum Abschluß auf dem Spielplatz und fuhren Barfuß. Wer sich ein bisschen, klitzekleines bisschen mit den Dingern auskennt weiß, das diese Strom brauchen. Wo kommt der her? Genau, aus den Stahlplatten, die am Boden liegen. Geht man nun barfuß darüber, kribbelt das ganz ungemein in den Füßen. Meine Schwestern und ich schrien damals um die Wette. Während sie von meinem Opa gerettet wurde, durfte ich als „Große“ selber zurücklaufen. Und ihr werdet lachen: Es hängt heutzutage dort ein Schild, das die Bahn nicht barfuß betreten werden darf.

Um kurz vor 15 Uhr stürmten wir dann nochmal in den Freiflugbereich. Wir wollten uns die große Flugshow anschauen. Die hatten wir kurz bei einer vorigen Vorführung gesehen und wollten uns dann aber nochmal in Gänze anschauen.

Plüsch

Ich war vorher schon geflasht, da die Show auch musikalisch untermalt wird. Eigentlich ist es schwachsinnig, aber ich hatte Gänsehaut, als erst zum Imperial Marsh und dann zu Fluch der Karibik die Kraniche in die Arena flogen. Und hinterher die Ara´s und diverse andere bunte Vögel flogen.

Die Show begann dann mit zwei Pelikanen, die unglaublich riesig wirken aus der Nähe. Der Wanderfalke wollte nicht so recht, denn es war schon sehr warm und das ist nicht die beste Jagdvorraussetzung. Die „Blaumeise“ – einer der Tierpfleger – musste sich auch mächtig ins Zeug legen, damit der Falke sich in Bewegung setzt. Und wenn man dann nach der „Jagd“ sieht, wie er in die Luft steigt und seine Beute im Flug schnappt – atemberaubend. Dann kam d er Gaukler. Wunderschöner schokobraunes Tier, der von den Falknern dannimmer dicht über das Publikum hinweggejagt wurde. Manche mussten den Kopf einziehen und man spürte die Flügelfedern.

Gaukler

((Ungewöhnliche Art die Flügel zu „lüften“))

Auch die Geier waren beeindruckend mit ihrer Spannweite. Selbst denen war aber anzusehen, das es nicht ihre Betriebstemperatur war.

Der Andenkondor durfte auch einen Flug wagen, mit seinen 3 m breiten Flügeln eine echte Erscheinung. Der Sekretär hat seine Schlange ebenfalls erfolgreich erlegt.

Zwischenzeitlich musste der noch herumfliegende Wanderfalke wieder eingefangen werden, damit der Abschluß der Show erfolgen konnte. Ibisse und Basstölpel flugen im Schwarm ein, gefolgt dann unter dem Imperial Marsh von den Kranichen, Sonnensittichen und Ara´s. Wieder habe ich Gänsehaut bekommen. Einfach eine wunderbare Vorstellung. Ich bin froh, das wir uns das doch noch angetan haben. Das Mini-Göörl rebellierte zwar, denn nach knapp 4 km Fußmarsch (sie war nur gelegentlich auf dem Arm oder in der Karre) und fehlendem Mittagsschlaf war sie doch sehr müde.

Auf dem Rückweg trafen wir dann nochmal auf den Tierpfleger vom Anfang, der gleich wieder seine „kleine Rosane“ begrüßte. Er prophezeite uns einen ruhigen Abend (ich würde ihm jetzt gerne schreiben, dass das Mini-Göörl jetzt um 22:40 Uhr immer noch neben mir sitzt).

Der Lieblingscousin konnte dann auch endlich sein gestern erarbeitetes Geld auf den Kopp hauen (was später daraus noch für ein Drama erwachsen sollte war uns da noch nicht klar, aber das gehört hier nicht her) im Parkshop.

Das Mini-Göörl erreichte dann nur noch schlafend das Auto und auch der Lieblingscousin schlief kurz nach Fahrtbeginn ein. Bei ihm zuhause angekommen war auch das Mini-Göörl wieder wach und hat seit dem nicht mehr geschlafen.

Es war ein schöner Tag mit vielen neuen Eindrücken für mich, das Mini-Göörl, den Lieblingscousin (er hat dann doch noch ein Kükenbein bei der Flugshow gefunden) und den Queenbändiger.

Mal sehen, wann wir das nächste Mal fahren.

In diesem Sinne mit einem feierlichen Queeeeeeeeen und zaghaft mit dem Händchen winkend.. Tschau Tschau

PS. Kurz vor 23 Uhr ist sie jetzt neben mir auf dem Sofa eingeschlafen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s