Mini-Göörl-Ängste

Eigentlich wollte ich heute von der Osterbastelei berichten, aber das Mini-Göörl hat sich was anderes ausgedacht.

Gestern habe ich das schöne Wetter genutzt und bin mit dem Mini-Göörl im Garten gewesen. Da ich den Queen-Bändiger genötigt habe nochmal Rasen zu mähen, pflückte ich noch ein paar Gänseblümchen. Auch das Mini-Göörl pflückte fleissig mit.

Bild((Archivbild))

Plötzlich schrie sie wie von einer Tarantel gestochen und ich sprang erschrocken zu ihr hin. Sie hielt eine Löwenzahn-Blüte in der Hand, so das ich anfangs den Verdacht hatte, sie wurde gestochen. Das passte auch zu der Intensität ihres Schreies. Eine ausführliche Untersuchung ergab aber keine Stiche oder andere Verletzungen. Sie blieb aber weiterhin sehr aufgelöst.

Nachdem wir dem Papa einen kleinen Moment beim Reifen wechseln zuschauten ging es dann wieder. Wir spielten dann wieder ganz normal, bis sie wieder anfing zu schreien. Wir haben einen kleinen Findling im Garten und da war irgendwas, was ihr Angst bereitete. Ich konnte allerdings nicht ersehen was es war. Sie also wieder auf den Arm genommen und getröstet. Habe dann nochmal an der ersten Stelle geschaut, ob da vielleicht Ameisen sind oder anderes Getier war und in der Tat saßen dort sehr viele „normale“ Fliegen. Die Mistviecher suchen leider unseren Garten heim und setzen sich auch vorzugsweise auf unseren Gartentisch.

Daher habe ich mir das Mini-Göörl geschnappt und bin zum Tisch und das wars. Die Fliegen. Sie schaute zwar interessiert, auch als eine ganz mutige Fliege auf meinen Finger krabbelte, aber sobald sie sich bewegten war wieder Terror angesagt. Bisher hat das Mini-Göörl nie Angst gezeigt, oft muss ich sie ja auch bei Hunden zurückhalten.

Heute bin ich wieder mit ihr in den Garten. Sie war kaum zur Tür raus ging ein herzzerreißendes Schreien los. Da flog eine Polle um sie herum und auch einige kleine Insekten. Das legte sich leider auch die restlichen 20 Min nicht. Ich muss zugeben, je länger das Schreien dauerte um so ungehaltener wurde ich. Zumal die meiste Zeit nichts zu sehen war.

Nachdem auch die Nachbarin sich genötigt fühlte mal nachzuschauen ob ich das Kind nicht vielleicht doch Unrecht antue, bin ich wieder rein und wollte mit ihr auf den Balkon. Gleiches Spiel, zumal wir hier Wespen haben, die unsere Balkonbrüstung für den Nestbau „abfräsen“. Ich habe sie dann entnervt in ihr Zimmer gebracht, damit sie sich da beruhigen kann. Auch das half nicht. Selbst die geschlossene Balkontür beruhigte sie nicht.

Ihre Schleichtiere brachten sie auch nicht wieder nach draussen. Dann kam mir die Idee, ihr Bilderlexikon rauszuholen. Dort sind auch Insekten abgebildet und die schaute ich mir mit ihr an. Danach ging es gefühlt etwas besser (zumindest bilde ich mir das ein).

Bild

((Hier hatte sie schon weitergeblättert, wer sich wundert ))

Den großen Durchbruch hatten wir dann nach einer ausgiebigen Runde Seifenblasen-Pusten. Da war alles vergessen und sie hatte ihren Spaß. Auch das Hunde-Görl versuchte die Seifenblasen zu fangen, was zu wahren Lachflashs beim Mini-Göörl führte.

BildIch hatte wirklich die Befürchtung, das ich nie, nie, nie wieder raus kann in diesem Sommer. So nutzte ich die Chance und bin auch noch einkaufen gegangen mit ihr. Und dem Dreirad. Alles schick, kein einziges Mal hatte sie eine Panik-Attacke. Da Tchibo gerade Outdoor-Spielzeug hatte nahm ich dort auch gleich so Schleuderdinger mit (Bälle mit Schweif dran).

Wieder zuhause war ich mutig und ging gleich wieder in den Garten mit ihr. An der Tür erstmal wieder geschrei, diesmal aber schon nicht so heftig. Dann diese Schleuderteile durch den Garten geschmissen, den ersten auch gleich erstmal in Nachbars-Garten (gnaaa)..

>>By the way: Die Dinger gehen zurück, denn die Ösen sind bereits nach kurzer Zeit ausgerissen bzw. rutscht bei dem einen immer das Band raus.<<

Kein Geschrei.. sie konnte rutschen, was beim ersten Mal auch zu Panik führte, sie lief durch den Garten als wenn nichts gewesen wäre. Auch hier gab es dann nochmal eine Seifenblasen-Session an denen sowohl wieder das Mini-Göörl als auch das Hunde-Görl beteiligt waren. Auch die Fliegen wurden todesmutig beobachtet mit dem Versuch welche zu fangen.

BildIch muss sagen: ICH BIN SEHR BERUHIGT.. Gut die Wespen auf dem Balkon führen immer noch zu herzerweichendem MAMA-Geschrei mit Klammergriff, aber sie schreit nicht mehr unvermittelt los, sobald eine Polle geflogen kommt. Auch der Sprachschatz hat sich erweitert : Mama, Bie.. und zeigte ängstlich auf eine Biene.

Wie ich bereits weiter oben schrieb: Das ist eine Situation, mit der ich schlecht umgehen kann. Selbst als ich sie gehalten habe, ließ sie sich anfangs nicht beruhigen. Sie wich nicht von meiner Seite und schrie die ganze Nachbarschaft zusammen. Nach kurzer Zeit war ich entsprechend genervt, zumal auch gefühlt schon sich bewegendes Gras zur Panik führte. Da muss ich wohl noch einiges Lernen.

Auf jeden Fall bringt es schon etwas, wenn ich ihr die Sachen zeige (na gut, die Wespen nicht, die sind aber auch riesig).

Wenn noch jemand Tipps hat, ich nehme die gerne an.

In diesem Sinne mit einem feierlichen Queeeeeeeeen und zaghaft mit dem Händchen winkend.. Tschau Tschau

P.S. Wir haben es jetzt 22:10 Uhr und das Mini-Göörl flitzt hier rum wie ein Duracell-Häschen mit neuen Batterien. Dazu ist sie mit Wachsmalern bewaffnet. Wer Tipps für mich hat, wie man Wachsmaler am besten vom Laminat wieder runterbekommt ist herzlich willkommen.

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