Durchschlafen- was ist das?

Wenn ich so überlege habe ich seit etwas mehr als 2 Jahren nicht mehr so richtig durchgeschlafen. Erst war es die Schwangerschaft, die mich grübelnder Weise oft nicht schlafen ließ – bzw. das auf die Blase drückende Kind, was mich immer wieder aufscheuchte und dann seit Juli 2012 das Mini-Göörl selber. Außerdem habe ich irgendwie einen programmierten Körperwecker, der mich meist so zwischen 3 und 4 Uhr morgens aufwachen läßt. Oder den Mini-Göörl Radar, der mich kurz vor dem Kind aufwachen läßt. Ganz komische Sache das.. manchmal etwas spooky- irgendwie..

Natürlich gab es schon einige Nächte, in denen sie durchschlief. Z.B. als sie letztes Jahr Pfingsten in ihr Zimmer umzog. Da hat sie die ersten drei Nächte durchgeschlafen und wir dachten schon: YEAH..

Tja, dann war der schöne Moment auch schon wieder vorbei. Gut, ich darf mich eigentlich nicht beklagen, sie meckert 1-2x die Nacht und will ne Flasche. Von anderen habe ich gehört, das sie bis zu 10x zum Kinde müssen. Insofern habe/n  ich/wir  es noch gut. Trotzdem schlaucht es.

Das Mini-Göörl  ist gottseidank kein 5 Uhr Kind. Sie schläft bis mind. 7 Uhr, oft länger. Muss sie von der Queen haben. Außerdem ist der Queen-Bändiger oft so lieb und steht auch in der Woche auf, wenn ich mal ganz arg fest schlafe. Auch wenn ich ihm immer wieder predige, das er mich doch bitte wecken möge, wenn ich es mal nicht höre.

Ich gehöre nicht zu den Müttern, die sagen, das Kind schläft durch. Ich stehe dazu, das mein Kind nicht durchschläft. Sehe auch nicht ein, was daran schlimm sein soll. Wenn jemand meinte, das ist aber komisch habe ich stattdessen gesagt: Dafür hat sie aber schon fast alle Zähne.. 🙂 Ich verstehe immer nicht, was das soll, genauso wie das ewige Vergleichen. Gut, ich muss zugeben, ich erwische mich manchmal dabei, das ich neidisch auf andere gucke, wenn gleichaltrige Kinder schon mehr Sachen können als das Mini-Göörl.  Aber das ist mein Problem nicht das vom Mini-Göörl. Irgendwann wird sie den entsprechenden Entwicklungsschritt auch erreichen und ich werde wahrscheinlich fluchen, weil ich umso mehr dahinter sein muss.

Dazu kommt noch, das ich immer wieder unter Schlafstörungen leide oder anders gesagt nicht einschlafen kann und dann oft bis in die Nacht sitze und spät ins Bett gehe. Oft war es auch so, das sie auch nach der Flasche nölte und dann zu uns ins Bett kam. In guten Fällen schläft sie sofort ein, in nicht so guten Fällen rotierte sie im Bett oder unterhält  uns mit ihrem Kauderwelsch für die nächsten 2 Stunden.

Da das Mini-Göörl vor ca. 1,5 Monaten  auch wieder anfing unregelmäßig ins Bett zu gehen –  sie tobte teilweise bis 22/22:30/23 Uhr hier rum, haben wir beide morgens auch recht lange geschlafen. So waren wir meist vor 9 Uhr, manchmal auch 10 Uhr nicht auf. Da uns nichts drängt, hat mich das auch nicht gestört. Aber eben das lange aufbleiben des Mini-Göörls. Mit zunehmender Stunde hat sie entsprechend aufgedreht und nur noch Dummfug im Kopf.

Also habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, den Wecker auf 7:30 Uhr zu stellen.  Das mache ich jetzt seit ca. 1,5 Wochen und es stellt sich jetzt schon Besserung ein. Auch bei mir, ich bin jetzt immer richtig schön müde. Samstag bin ich z.B. um halb zehn auf dem Sofa eingepennt und nach dem Wechsel ins Bett dann bis 7 Uhr morgens fast durchgeratzt. Der Queen-Bändiger war so gnädig, ihr die Flasche um halb zwölf zu geben, den Rest hat sie durchgeschlafen.

Dazu gibt es jetzt ein ausreichendes Outdoor-Programm (noch mehr als sonst). Eigentlich sollte man annehmen, das ein Kind, das den ganzen Tag wie ein voll aufgezogenes Duracell-Häschen  durch die Gegend rennt abends entsprechend müde ist. Ist es nicht!!  Frische Luft hilft hier unwahrscheinlich. Zum Glück macht das Wetter hier ja aktuell sehr gut mit. Fast immer Sonne und milde Temperaturn. Das macht die Sache leichter.

Dann waren wir Freitag noch beim Kinderarzt, weil das Mini-Göörl leider immer sehr harten Stuhlgang hat. Beim letzten Mal war es dann so schlimm, das es stark geblutet hat, weil sie Risse hatte.  Bei der Anamnese meinte die Kinderärztin, das sie zuviel Pulvermilch bekommt. Sie bekam zum Einschlafen ne Flasche mit ca 250-300ml und dann nochmal eine 200ml Flasche in der Nacht. In „schlimmen“ Nächten auch nochmal ne 150ml Flasche.

Auflage war also jetzt maximal 300 ml.. UFF.. Von mir kam ein kleines Aber (ich hatte vorher glaub ich schon mal geschrieben, das diverse Versuche aufgegeben wurden)..Sie meinte aber: Da müssen sie durch..  Ausserdem sollen wir die Ernährung etwas umstellen. Es gab dann noch ein Rezept für Bepanthen für den geschundenen Poppes, Lactulose und auch Microklist.

Zuhause fing ich dann an, ihr Pflaumensaft zu geben und ich gab ihr auch etwas von meinem Braunkohl ab. Den Pflaumensaft habe ich verdünnt, den trinkt sie auch sehr gerne – ist ja klar, weil das Zeug pappesüß ist. Was soll ich sagen: Es hat durchgeschlagen. Was man sich doch über ein eingesch…. Kind freuen kann. 🙂 🙂

Das Spiel hatten wir dann noch zweimal, daher habe ich eigenständig beschlossen, ihr die Lactulose nicht mehr zu geben, man muss es ja nicht übertreiben.

Am Freitagabend hatten der Queen-Bändiger und ich unser Date, was ja eigentlich schon für den 3.Januar geplant war, aber aufgrund meiner Gallensteingeschichte  flach gefallen ist. Ich hatte meinem Mann ja Zeit mit mir zu Weihnachten geschenkt. Das war das erste Mal, dass das Mini-Göörl planmäßig aushäusig schlafen sollte (bzw. ein Stockwerk tiefer).  Habe dann alles runter gebracht, Schwiegermutter instruiert und den Abend dann in Ruhe mit dem Mann verbracht ohne auch nur einmal auf mein Handy zu schauen (warum auch, sie hätte sich sowieso nicht gemeldet). Da ich aber keine klaren Anweisungen bezüglich der Schlafflasche gegeben habe, musste das Kind also ohne diese ins Bett- und es klappte anscheinend. Sie kam dann nochmal um halb drei Uhr morgens (das hörte ich, weil mein gerade Mann losmusste –Feuerwehreinsatz) und hat dann bis sieben/halbacht durchgeschlafen.

Man merkte dann schon, das sie mehr Hunger bekam am Samstag. Am Samstagabend probierten wir das gleich wieder aus und es ging gut. Kurz gemeckert und dann war Ruhe. Sie bekam dann um halb zwölf nochmal ne 150ml Flasche mit einem Löffel 1er Milch und hat dann bis 7 Uhr durchgeschlafen.

Heute abend war es nicht so einfach, da bekam sie dann wieder eine 150er Flasche mit einem Löffel, schlief dann aber direkt um kurz nach sieben ein. Um halb zehn hat sie dann nochmal gemeckert und ne 150er mit nem halben Löffel Pulver bekommen. Allein die Art des Schreiens zeigt mir, das es Hunger und nicht nur Gemecker ist. Wir wollen jetzt dahin, das sie dann nur noch Wasser trinkt. Ich bin gespannt. Ehrlich gesagt habe ich mir das alles schlimmer vorgestellt, vielleicht war es der Initialschuß mit der Übernachtung bei Oma und Opa, die uns das jetzt alles leichter machen – hoffentlich.

Vielleicht stellt sich ja mit der Umstellung auch endlich das Durchschlafen ein – Hey, ich darf ja wohl träumen 🙂

In diesem Sinne mit einem feierlichen Queeeeeeeeen und zaghaft mit dem Händchen winkend.. Tschau Tschau

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