18 Monate

Was soll ich sagen? Die ersten 1,5 Jahre mit meinem kleinen Mini-Göörl sind wie in Lichtgeschwindigkeit vergangen..

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Bisher können wir uns eigentlich nicht beschweren, weil Du „eigentlich“ richtig komplikationslos bist.. Bis auf die ein oder andere Macke (die aber vielleicht auch hausgemacht ist).

Deine Krankheiten kann ich an einer Hand abzählen. Das schlimmste, was bisher anlag war Deine Mittelohrentzündung kurz vor Weihnachten 2013. Dem ging ein Wochenende mit Fieber vorraus, wo wir als Deine Eltern bis heute nicht wissen, ob es die Zähne waren oder doch schon ein Vorläufer der Entzündung.  Ansonsten gab es immer wieder mal ne kleine laufende Nase und ein bisschen Husten.

Du bist den ganzen Tag am erzählen, eine richtige Quasselstrippe.. Was soll das erst werden, wenn da richtige Worte aus Deinem Munde kommen? Einige Quasselvideos und auch Sprachmemos gibt es von Dir, ich hoffe, sie überstehen die Zeit bis Du Dir das alles peinlich berührt ansehen/anhören kannst.

Auch war die Zeit sehr schön, in der man Dich irgendwo hinlegen konnte und dich 5-10 Min später auch dort noch wiederfand. Das hörte spätestens dann auf, als du die Rolle perfektioniert hast. Da haben wir mal ganz schnell ein Kamin-Gefängnis gekauft und installiert. Später hast Du dann das robben für Dich entdeckt. Da war dann nicht mehr nur das Wohnzimmer Dein Reich, sondern die ganze Wohnung.

Pfingsten 2013 gab es dann eine weitere Errungenschaft für Dich der Umzug ins eigene Zimmer. Für mich war das ganz schwer – auch schon, als ich Dich von meinem Bett an die Wand geschoben habe und Du einen Meter von mir entfernt warst. So warst Du jetzt schon über 10m weg und hast glatt die ersten drei Nächte durchgepennt. Wir dachten schon: JA.. Pustekuchen.. Kurz danach warst Du wieder bis zu 2x in der Nacht da.

Das sitzen kam ganz überraschend. Ich kam ins Wohnzimmer und du saßt.. Einfach so und ich habs nicht gesehen. Erst nach dem dritten Mal konnte ich es festhalten auf Video. Dann ging es ganz schnell weiter mit hochziehen und um den Tisch herumlaufen. Leider auch mit dem vermehrten Umfallen und dicken Tränen.

Du warst mit uns das erste Mal im Urlaub. Du hast Berge gesehen, wir waren Wandern. Es war einfach schön (trotz Autopanne).

Dann Dein erster Geburtstag: Plötzlich kein Baby mehr. Ein Kleinkind. Ich muss zugeben, an dem Tag war ich sehr sentimental. Das Wetter hat auch ganz gut mitgemacht, dabei sollte man denken, das man Ende Juli Bombenwetter hat. Naja, die meiste Zeit blieb es trocken.

Im August sind wir dann nochmal spontan in den Urlaub gefahren, zwar nur in den Harz, aber wir sind bei schönstem Wetter viel wandern gewesen. In diesem Urlaub hast Du auch das erste Mal frei gestanden.

Ende September dann DER große Durchbruch. Die ersten Schritte. Von diesem Zeitpunkt an war nichts, aber auch gar nichts mehr sicher vor Dir. Gut, wir sind selber schuld.. Würden wir weniger rumliegen lassen, könntest Du auch weniger entführen.

Nachdem jetzt also das aufrechte Gehen geschafft ist, kommt jetzt die motorische und sprachliche Entwicklung. Du plapperst jetzt schon einige Worte nach – wenn auch noch nicht viele – von Mama bist Du zu einem Mami gekommen (immer dann, wenn ich nicht schnell genug reagiert habe).. deine ersten beiden Wörter waren aber Papa und Gucke.. Mama kam erst sehr spät, dann aber ausgiebig.

Du beschäftigst Dich wunderbar allein, „liest“ mit großer Begeisterung. Du entwickelst eigene Spiele, z.B. gegenstände durch Röhren schieben (ich schwör, ich habs nicht gezeigt) oder mit ner leeren Haushaltsrolle gröhlend durch die Gegend zu rennen.

Du bist ein Klettermaxe, Tanzmaus, wenn bestimmte Lieder kommen, dann führst Du die entsprechende Choreographie aus. Du ärgerst gerne Emmy und Camillo. Anfangs hast Du Dich immer zu den beiden in die Körbchen gesetzt, mittlerweilen läßt Du das aber sein. Trotzdem piesackst Du die beiden ganz schön, dann muss ich mit Dir schimpfen.

Deine aller, aller, allerliebste Beschäftigung ist telefonieren. Egal ob real mit dem Papa, wenn er bei der Arbeit ist oder mit Deinen diversen Handys, die Du bereits abgegriffen hast. Du bist nur am quatschen oder schimpfen. Das hat Dir die Oma vorgemacht, die tut nämlich immer so, als wenn sie lästige Anrufer abwimmelt. Seit dem rennst Du durch die Gegend mit Telefon am Ohr und einem permanenten: NEIN, NEIN, NEIN..

Wie ich oben schon erwähnte kennen Dein Papa und ich sowas wie durchgeschlafene Nächte nicht mehr. Mindestens einmal die Nacht willst Du eine Flasche..  wir haben versucht die Flaschen auszumerzen, indem wir die Milchmenge reduziert haben. Nachdem wir einige unruhige Nächte hatten, habe ich beschlossen, das wir Dir wieder die Flasche wie bisher geben. Und Du schläfst dann einfach besser. Und da Du ja am Tag noch nicht soviel ißt (ein Spatz ißt glaub ich mehr), holst Du Dir das eben in der Nacht.  Auch das Einschlafen ist gerade suboptimal, das funktioniert nur richtig gut, wenn Du mit Deinem großen Cousin gespielt hast, dann schläfst Du fast im stehen ein.

Eine ganz große Macke von Dir ist das Ohrenfummeln.. Bevorzugt kneifst Du mich in das Ohr. Wenn Du einschlafen willst oder am Aufwachen bist. Oder Du fummelst mir im Halbschlaf im Gesicht herum. Dann könnte ich fuchsteufelswild werden, weil es wehtut und ich selber noch im Halbschlaf und somit nicht zurechnungsfähig bin. Das ist das einzige, was mich so richtig, richtig stört.

Ansonsten bist Du echt knorke und ich möchte Dich nie, nie wieder hergeben. Wenn Du Dein babylonisches Kauderwelsch dann endlich in richtige Worte austauscht, dann freue ich mich schon auf die Gespräche mit Dir.

Ich freue mich auf weitere schöne (vielleicht auch nicht so schöne) Zeiten mit Dir, auf tolle Entwicklungen, Fortschritte, ach schietegal, Hauptsache mit DIR.

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 In diesem Sinne mit einem feierlichen Queeeeeeeeen und zaghaft mit dem Händchen winkend.. Tschau Tschau

 

P.S. Ich verspreche Dir auch, Dich jetzt mehr alleine machen zu lassen.  Ich muss da nur ein bisschen gelassener werden.

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Ein Kommentar

  1. Kathrin · Februar 2, 2014

    Hach seufz freu, ist wirlkich kaum zu glauben wie „alt“ sie schon ist…Da hast du einen wunderschönen „Lebenslauf“ geschrieben!

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