Krankes Mini-Göörl …

Es fing schon am letzten Wochenende an.. da hatte das Mini-Göörl plötzlich Fieber (was sonst echt selten ist).. wabberte immer so um die 38°, aber sie war sonst noch ganz gut drauf.. Zur Nacht ging es dann weiter bis 39,5°.. da macht man sich schon Gedanken, aber ich warte immer noch etwas ab.. zumal ich ja den Fiebersaft im Hause habe und das Mini-Göörl den richtig toll findet.. immer wenn sie die Spritze sieht, mit dem es den Saft gibt wird sie ganz glitterig.. Naja, auf jeden Fall war die Nacht – wie soll ich sagen – BLÖD! Dem kleinen Glühwürmchen war anscheinend noch nicht warm genug, also rückte sie mir regelrecht auf die Pelle.. Da ich ja schon an mangelnden Schlaf gewöhnt bin, war ich nicht ganz so gerädert am nächsten Morgen.. Das Fieber ging auch am Samstag weiter, immer so zwischen 37,5° – 38,5°.. Es gab weiterhin den Fiebersaft, das Mini-Göörl war auch relativ fit (nur freche Sachen im Kopf) und am Sonntag war alles gegessen.. Zwar gab es noch etwas Gezeter, als wir uns Sonntagsfein gemacht haben und dann zu meinen Eltern zum Adventsessen gefahren sind, aber als sie den Familienzuwachs meiner Schwester (Bruno -engl. Bulldogge) und ihren Lieblingscousin P. gesehen hat, war alles vergessen..  Da noch vier Zähne ausstehen, haben wir das Fieber denen zugeschrieben.. ausserdem kann ich das Mini-Göörl aktuell auch mindestens zweimal am Tag umziehen, weil sie im Brustbereich pitschenass ist, da hilft auch kein Sabberlatz..

Und gestern fing dann der Schnupfen an.. die Nase läuft seit dem ununterbrochen..dazu kam dann, das sie nach dem Zubettgehen nach ner halben Stunde wieder wach war und nur noch schrie.. der Queen-Bändiger war natürlich ausser Haus.. ich wollte noch soviel tun, denn die Weihnachtswichtelwerkstatt hatte noch einige Aufträge zu erledigen.. das konnte ich dann knicken.. nach zwei Stunden war dann meine Toleranzgrenze erreicht – nichts, aber auch gar nichts hat zur Linderung geführt, im Gegenteil: Kind angesprochen, noch lauteres Gebrüll.. um nicht völlig nen Knall zu kriegen, habe ich sie dann in ihr Bett gelegt und da weiter schreien lassen (ich weiß, pädagogisch völlig falsch, aber es war notwendig, zum eigenen Seelenheil).. Nachdem ich wieder runtergekommen bin hab ich mir mein Tragetuch umgeschwungen, Kind unter großem Gebrüll reingepackt und habe sie erstmal hin und her gewogen.. Da sie wohl auch unter Blähungen litt (zumindest hat sie so manches Konzert hingelegt) dachte ich der Druck durchs Tragen könnte hier hilfreich sein.. Sie beruhigte sich dann – just in dem Moment wo der Herr Papa wieder kam..

Ich fing dann an, mit dem Mini-Göörl rumzualbern, was sie dankbar annahm.. hüpfte mal mehr, mal weniger mit dem Kind durch die Gegend.. plötzlich fing das Kind an zu gurgeln und gluckern.. also suchte sich die Luft den Weg nach oben.. also hüpfte ich weiter (dem Kind gefiel es immer noch) und dann kamen zwei dicke fette Bäucherchen.. als das erledigt war setzte ich sie ab und alles war toll.. bis es mit dem Papa ins Bett ging.. Die Nacht war dann ähnlich anstrengend wie am Wochenende.

Heute morgen ging der Spaß dann weiter.. wieder von anfang an Geschrei.. ich habe sie dann (wieder pädagogisch falsch, mir aber völlig egal) in unseren Sessel gesetzt und machte ihr den Fernseher an.. hielt sie nicht ab, zu weinen und zu jammern, aber sie blieb sitzen. Sie schlief auch fast wieder ein, wabberte quasi im Sitz herum.. als ich kurz ins Schlafzimmer wollte kam sie hinterher und wollte dann ins Bett und schlief auch nach zwei Minuten ein. Die zweite Runde sah ähnlich aus.. Als sie mich dann doch mal wieder an sich ranließ entdeckte ich beim streicheln am Hals, das sie da einen dicken Knubbel hatte, der beweglich war. Dr.Google habe ich nur kurz befragt, da kamen natürlich gleich wieder erstmal die bösen Sachen als erstes. Kurz abgecheckt, ob der Kinderarzt nicht vielleicht schon im Urlaub ist und dann auf 16 Uhr (dabei das Kind aus dem zweiten Schlaf gerissen) auf den Weg gemacht.

Dort kam dann die große Überraschung: Es ist eine Mittelohrentzündung. Laut Ärztin sogar ne richtig dicke. Also haben wir jetzt Antibiotika da. Was ich ganz blöd finde, weil ich mein Kind damit nicht unbedingt belasten möchte. Aber wat mut, dat mut.

Zuhause angekommen war sie völlig ausgewechselt, lustig wie eh und je, tanzte und „sang“.. da sie ja nen zweiten Schlaf hingelegt hatte, wurde sie nicht zur übliche Zeit ins Bett gebracht, sonder saß erstmal neben mir – quakend. Plötzlich war es ruhig, da is sie im Sitzen neben mir eingepennt, ein Bild für die Götter. Leider wachte sie dann nach ner halben Stunde wieder auf. Da der Papa früh ins Bett wollte nahm er sie mit. Und während ich hier so schreibend sitze, höre ich es auch schon wieder aus dem Schlafzimmer blöken und plötzlich ein „Ahhh.. Sch….“ vom Queen-Bändiger. Ich war eh grad auf dem Weg mit dem Fieber-Saft, daher nahm ich ihm das Spuckkind ab, während er das Bett (unser Bett) neu bezog. Jetzt sitzt Madame wieder neben mir und hängt da wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Aber anfassen darf ich sie nicht.

Was ich mich frage ist: Seit wann hat sie die Mittelohrentzündung? Hätte ich das früher entdecken können? Hat die vielleicht sogar schon am Wochenende angefangen? Hätte sie nicht den Knubbel gehabt, wäre ich auch nicht zum Arzt gegangen. Ich mag das nicht, wegen jedem Pup zum Arzt zu rennen (wenn was war, hatte ich da immer den richtigen Riecher und war natürlich hin). Zumindest habe ich für das nächste Mal nen Anhaltspunkt, wobei ich darauf seeeeehr gerne verzichten kann. Da das Mini-Göörl sonst so gut wie nie krank ist und auch sonst nicht groß zu Unbefinden neigt, habe ich an diesem Wochenende und auch den letzten beiden Tagen gemerkt, wo meine Grenzen sind. Wenigstens habe ich meine Weihnachtsproduktion fertig stellen können. Die ein, zwei Sachen die noch fehlen, werden am Wochenende erledigt, wenn die bessere Hälfte anwesend ist.

Werde mich jetzt um ein krankes Mädchen kümmern, mal gucken, ob ich sie jetzt anfassen und knuddeln darf.

In diesem Sinne mit einem feierlichen Queeeeeeeeen und zaghaft mit dem Händchen winkend.. Tschau Tschau

 

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Ein Kommentar

  1. Kathrin · Dezember 20, 2013

    Diese Nächte kenne ich auch. Da geht es dann irgendwann nur noch ums durchhalten. Ohren zu und durch…;)

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